Demo in Kiel

Verantwortung für die Demokratie.

08. Oktober 2026, Lübeck/Kiel. Der Regen strömte, doch das hielt uns nicht auf: Am 8. Oktober machten sich mehr als 70 Mitarbeitende und Klient*innen der BRÜCKE Lübeck und Ostholstein auf den Weg nach Kiel. Der Reisebus war bis auf den letzten Platz besetzt. Ein Transporter und mehrere Pkw brachten weitere Engagierte zur Demonstration. Besonders viele Menschen aus unseren Wohnangeboten und Tagesstätten waren dabei.

Gemeinsam mit Tausenden anderen setzten wir ein Zeichen für sozialen Zusammenhalt und Demokratie. Denn die geplanten Einsparungen lassen befürchten, dass wichtige Inklusions- und Teilhabeangebote wegfallen. Auch Betreuungs-, Unterstützungs- und Pflegeangebote für Menschen mit Behinderungen könnten betroffen sein.

Rucksäcke mit der Aufschrift „Ich trage Verantwortung für die Demokratie“ gehörten neben Trillerpfeifen zum Demo-Kit, das der Paritätische an seine Mitgliedsorganisationen verteilte.

Auf dem Rathausplatz bekamen die Teilnehmenden ein Demonstrations-Kit des Paritätischen: Trillerpfeifen und Turnbeutel mit der Aufschrift „Ich trage Verantwortung für die Demokratie“. Um 10.30 Uhr begann die Kundgebung. Heiko Naß von der LAG Freie Wohlfahrtspflege Schleswig-Holstein, Serdar Külahlioglu von der Landeselternvertretung der Kitas in Schleswig-Holstein, Nadine Lenschau vom DRK Schleswig-Holstein und Karina Henseleit, die die Perspektive von Menschen mit Behinderungen vertrat, machten deutlich, was auf dem Spiel steht.

Dann setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Landtag in Bewegung. Es war nass und kalt. Doch die Trillerpfeifen, Rufe und Transparente waren unüberhörbar: Die Demonstrierenden warnten vor den Folgen der Kürzungen und forderten soziale Gerechtigkeit.

(v. r.) Johannes Albig und Silke Schiller-Tobies, Staatssekretär*in im Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung SH, Michael Saitner, geschäftsführender Vorstand des PARITÄTISCHEN SH und Frank Nüsse, BRÜCKE-Geschäftsführer

Am Landeshaus ging es in weiteren Redebeiträgen unter anderem um Arbeitsbedingungen, Pflege sowie Jugend- und Familienhilfe. Michael Selck, Vorstandsvorsitzender des AWO-Landesverbands Schleswig-Holstein, riet dringend dazu, Migrant*innen in Pflegeberufen willkommen zu heißen. Michael Saitner, geschäftsführender Vorstand des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein, kritisierte die Debatte über die Leistungen von Schüler*innen und hinterfragte das Menschenbild, das in großen Teilen der Politik vorherrsche.

Unter den Zuhörenden waren u. a. Johannes Albig und Silke Schiller-Tobies, Staatssekretär*in im Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, sowie Aminata Touré, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren und Integration. Nach der Veranstaltung begrüßten sie die Redner*innen.

Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Rückweg. Im warmen Bus waren wir müde, aber froh, dabei gewesen zu sein. Danke an alle Kolleg*innen und Klient*innen, die trotz des ungmütlichen Wetters mit nach Kiel gekommen sind. Euer Engagement hat gezeigt, wie wichtig uns eine solidarische Gesellschaft ist.