Zentrum für kulturelle und psychosoziale Integration (ZKPI)
Wenn aus einer Vision messbare Erfolge werden, entsteht echte Veränderung. Das Zentrum für kulturelle und psychosoziale Integration (ZKPI) der BRÜCKE beweist nach über zwei Jahren intensiver Arbeit, wie unverzichtbar passgenaue Beratung, Unterstützung und Hilfen für Menschen mit Migrationsgeschichte sind – und warum diese Arbeit gerade heute wichtiger ist denn je.
In Zeiten von gesellschaftlicher Polarisierung, politischer Spaltung und spürbarem Rechtsextremismus braucht es starke Institutionen, die sich dieser Entwicklung aktiv entgegenstellen. Das ZKPI der BRÜCKE hat sich genau diesem gesellschaftlichen Auftrag verschrieben. Es steht für Vielfalt, Inklusion und Demokratie. Nach über zwei Jahren im Projekt zeigt sich: Das ZKPI ist weit mehr als ein Projekt – es ist eine Erfolgsgeschichte.
Ziele vorzeitig übertroffen
Die Bilanz ist beeindruckend. Bereits ein ganzes Jahr vor dem offiziellen Projektende hat das ZKPI sämtliche Sollzahlen im Projekt für die Begegnungsstätte, die Tagesstätte und die Beratungsstelle vollständig erfüllt. Für unzählige Menschen mit einer Migrationsgeschichte ist das Zentrum zum Anker geworden. Hier erhalten sie genau die Unterstützung, die sie in ihrer individuellen Lebenslage benötigen. Von Fragen zur psychischen Gesundheit, Teilhabe an Arbeit, Umgang mit Behörden, … alle Bereiche des Lebens sind Thema.
Dieser Erfolg basiert auf einem starken Fundament: Über die Zeit hat sich das Team eine immense, spezifische Expertise zu komplexen Themen wie Flucht, Migration, Gesetzgebung und Krankheitsbildern erarbeitet. Zudem agiert das ZKPI nicht isoliert. Es verfügt über ein breit gefächertes Netzwerk mit Partner*innen und Institutionen – sowohl in Lübeck als auch weit über die regionalen Grenzen hinaus.
Wissen, das weiterhilft
Der Nutzen des Zentrums reicht dabei weit über die direkte Begleitung Betroffener hinaus. Das ZKPI teilt sein Fachwissen aktiv und bietet maßgeschneiderte Fortbildungsangebote für externe Fachkräfte und Institutionen an. Die Bandbreite reicht von der konkreten Fallberatung über interkulturelle Themen bis hin zu Schulungen über psychische Krankheitsbilder und Traumata, die mit Fluchterfahrungen verbunden sind. Damit stärkt das Projekt die gesamte soziale Landschaft der Region.
Blick nach vorn:
Auf dem Weg zur Verstetigung
Nach zwei intensiven Jahren beginnt nun die nächste spannende und entscheidende Phase für das ZKPI: die Transformation. Das Ziel ist es, den Status einer zeitlich begrenzten Projektfinanzierung zu verlassen und in eine dauerhafte Regelfinanzierung überzugehen. Dieser Schritt ist essenziell, um die dringend benötigten Hilfen für die Menschen, die das Zentrum täglich aufsuchen, langfristig aufrechtzuerhalten. Denn feststeht: Eine Institution, die Vielfalt lebt und sich der Spaltung entgegenstellt, wird auch in Zukunft unverzichtbar sein.
